Liquidität 1.Grades

25. August 2014 Posted by Mathias Maier

 

Unter Liquidität 1.Grades (englisch:cash ratio) ist das Verhältnis zwischen Bargeld und hochliquiden Anlagen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten zu verstehen.

 

Formel:

 

 

Wo findet man die Daten?

 

Den Bargeldbetrag (Zahlungsmittel), die hochliquiden Anlagen (Zahlungsmittel-Äquivalente) und die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind in der Bilanz aufgeführt.

 

Beispiel Fielmann:

 

  • Zahlungsmittel und Äquivalente: 277.925.000 €
  • Kurzfristige Schulden: 157.819.000 € 

 

 

Bewertung:

 

In den seltensten Fällen weisen Unternehmen ein Verhältnis von 1 oder größer auf. Ein Wert unter 0,2 kann auf Probleme beim Geldfluss hindeuten. Wünschenswert ist ein Wert größer als 0,5.

 

Wozu dient die Kennzahl?

 

Wie alle Liquiditätskennzahlen erlaubt auch diese eine Analyse, ob das Unternehmen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten erfüllen kann. Da bei der Liquidität 1.Grades nur Bargeld und bargeldähnliche Mittel gegen die Verbindlichkeiten gerechnet werden, gilt diese als die konservativste und strengste Variante.

In einigen Quellen wird diese Kennzahl als relativ wenig aussagekräftig bezeichnet.

Dies trifft insofern zu, als es für Unternehmen betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll ist, große Barmittel anzuhäufen.

Die Finanzkrise 2008 aber hat gezeigt, dass Firmen, deren operatives Geschäft sehr erfolgreich war, Insolvenz anmelden mussten, da sie mangels Bankkrediten nicht in der Lage waren, ihre kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bedienen.

 


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Was ist zu beachten:

 

Fälligkeit

Bei der Berechnung wird nicht berücksichtigt, wann die Verbindlichkeiten fällig sind, bzw. wann Zahlungseingänge zu erwarten sind.

 

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>>>Liquidität 2.Grades

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