Liquidität 3.Grades

28. August 2014 Posted by Mathias Maier

 

Unter Liquidität 3.Grades (englisch:current ratio) wird das Verhältnis zwischen den kurzfristigen Vermögenswerten (Umlaufvermögen) zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten verstanden.

 

Formel:

 

 

Wo findet man die Daten?

 

Alle Werte sind in der Bilanz aufgeführt.

 

Beispiel Fielmann:

 

  • kurzfristige Vermögenswerte: 466.931.000 €
  • Kurzfristige Schulden: 157.819.000 €

 

 

Bewertung:

 

Ein Wert unter 1,2 wird als kritisch erachtet. Wünschenswert ist ein Wert grösser oder gleich 2,0.

 

Wozu dient die Kennzahl?

 

Wie alle Liquiditätskennzahlen erlaubt auch diese eine Analyse, ob das Unternehmen seine kurzfristigen Verbindlichkeiten erfüllen kann. Bei der Liquidität 3.Grades kommen zum Bargeld und den bargeldähnlichen Mitteln und den kurzfristigen Forderungen noch der Wert der Vorräte hinzu. Dieses Umlaufvermögen wird gegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten gerechnet.

Werte kleiner als 1,2 deuten auf Liquiditätsprobleme hin.

 

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Was ist zu beachten:

 

    • Fälligkeit

      Bei der Berechnung wird nicht berücksichtigt, wann die Verbindlichkeiten fällig sind, bzw. wann Zahlungseingänge zu erwarten sind.

 

  • Umschlaghäufigkeit der Vorräte

    Zusätzlich zu den Kriterien der Liquididtät 2.Grades gehen hier noch die Vorräte (Lagerbestände) mit ein. Bei hoher Umschlaghäufigkeit, darf die Kennzahl auch etwas tiefer sein. Umgekehrt ist bei sehr geringer Umschlaghäufigkeit ein Aufschlag auf die Kennzahl vorzunehmen.
    Eine gering Umschlaghäufigkeit verursacht hohe Lagerkosten und deutet auf Absatzprobleme hin.

 

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