Verschuldungsgrad

18. August 2014 Posted by Mathias Maier

 

Eine wichtige Bilanzkennzahl im Bereich der Eigenkapitalanalyse ist der Verschuldungsgrad.

Für die Berechnung gibt es zwei Varianten. Zum einen der Verschuldungsgrad bezogen auf das Gesamtkapital (englisch: debt ratio), zum anderen bezogen auf das Eigenkapital (englisch: debt-equity ratio).

Es besteht eine direkt Beziehung zwischen beiden Varianten, da sich das Gesamtkapital aus dem Eigenkapital und den Gesamtverbindlichkeiten (Fremdkapital) zusammensetzt.

Gelegentlich wird auch der Verschuldungsgrad der langfristigen Schulden (englisch: long term debt ratio) analysiert. Dabei gehen nicht die Gesamtverbindlichkeiten, sondern nur die langfristigen Schulden in die Berechnung ein. Dazu werden wir hier aber nicht eingehen.

 

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Formeln:

 

 

oder:

 

 

 

Wo findet man die Daten?

 

Alle Werte sind in der Bilanz aufgeführt.

 

Beispiel Fielmann:

 

  • Gesamtverbindlichkeiten: 182.075.000 €
  • Gesamtkapital: 753.229.000 €  
  • Eigenkapital: 571.154.000 €

 

 

 

Bewertung:

 

Als Leitlinie, die nicht überschritten werden sollte, wird oftmals ein Wert von 50% für den Verschuldungsgrad (2) gesehen. Dies entspricht 33,3% für den Verschuldungsgrad (1).

Allerdings sollten die nachfolgend aufgeführten Faktoren mit betrachtet werden.

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Wozu dient die Kennzahl?

 

Die Kennzahl gibt Auskunft, welcher Teil des Kapitals durch Fremdkapital finanziert wird.

Ein geringer Verschuldungsgrad minimiert das Risiko in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten.

Auch ist ein Unternehmen mit geringem Verschuldungsgrad flexibler, da es z.B. für den Ausbau von Produktionsanlagen leichter und günstigere Kredite bekommt.

Aber:

 

 

Was ist zu beachten:

 

    • Leverage-Effekt

      Eine Erhöhung des Verschuldungsgrades kann positiv sein, wenn die zusätzlich generierten Einnahmen höher als die Kapitalkosten sind.

 

    • Branchenzugehörigkeit und Firmengröße

      Unterschiedliche Branchen weisen unterschiedliche, durchschnittliche Verschuldungsgrade auf. Ferner können große, namhafte Firmen einen höheren Verschuldungsgrad aufweisen, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.

 

 

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